Wie werden eigentlich bei der Bahn die Weichen gestellt? Diese Frage wollten die MännEr bei einer Besichtigung des Bahnhofs in Hamm nachgehen. Das die Weichen schon lange nicht mehr über Hebel und Drahtseile umgestellt werden, sondern in einem modernen Stellwerk, war natürlich jedem klar.

Diese Frage wollten die MännEr bei einer Besichtigung des Bahnhofs in Hamm nachgehen. Das die Weichen schon lange nicht mehr über Hebel und Drahtseile umgestellt werden, sondern in einem modernen Stellwerk, war natürlich jedem klar.

Deswegen waren auch die MännEr nicht überrascht, als ‚Klaus‘, der freundliche Guide von der Bahn, nach der Begrüßung darauf hinwies, dass der gesamte Betrieb im Hammer Bahnhof von dem Stellwerk am Schwarzen Weg aus abgewickelt wird. Dieser ‚Hamm Personenbahnhof Fahrdienstleiter‘ (Hpf) wurde von 1977 bis 1981 erbaut und ersetzte damals sechs mechanische Stellwerke.

Wer von den MännerErn im Stellwerk das Design einer modernen Steuerungszentrale erwartet hatte, schaute daher verblüfft auf eine große Schalttafel, auf hunderte, bunte Knöpfe und Telefone mit Wählscheibe. Das Stellwerk dieses großen, wichtigen Eisenbahnknotenpunkt am Rand des Ruhrgebietes wirkt eher wie ein Museum. 'Klaus' wies darauf hin, dass die technische (elektrische) Ausrüstung von Siemens geliefert worden ist und tatsächlich bereits aus den 60er-Jahren stammt.

Auch heute noch werden von den Stellpulten 210 Signale und 180 Weichen bedient. Zwölf Mitarbeiter sind dafür in drei Schichten rund um die Uhr im Einsatz und regeln täglich der Verkehr der rd. 350 Personenzüge im Fern- und Nahverkehr.

Die Männer bekamen einen Eindruck, wie ein 'normaler' Betriebstag abläuft: Mit routinemäßigem Ablauf, mit einzelnen Verspätungen, technischen oder organisatorischen Herausforderungen, aber ohne Hektik und professioneller Sicherheit – trotz der altertümlichen Technik.

Zum Abschluss wies 'Klaus“ noch darauf hin, dass die Bahn in den nächsten Jahren einen neues, modernes Stellwerk errichten wird. Dann selbstverständlich mit der Technik von Heute. Gut für den Bahnbetrieb, aber eigentlich auch ein bisschen schade.

 

von Rainer Sievers

Am Sonntag, den 2. August 2015 hatten die Gottesdienstteilnehmer sowohl in Westtünnen, als auch in der Mark die Möglichkeit, sich nach dem Gottesdienst bei einer Tasse Kaffee untereinander auszutauschen, Neuigkeiten zu verbreiten, Fragen zu stellen und etwas zu 'klönen'.

In der Mark hatte das Presbyterium eingeladen, Stehtische vor der Kirche aufgestellt, Kaffee gekocht und ein paar Plätzchen besorgt. Wegen der etwas dürftigen Vorabinformation waren leider einige Gottesdienstteilnehmer auf diese schöne Veranstaltung zeitlich nicht vorbereitet und konnten deshalb nicht teilnehmen. Trotzdem waren die Veranstalter recht zufrieden und wollen diese schöne Tradition des Kaffeeklatsches auch in der Mark wieder aufleben lassen.

Mit der freiwilligen Feuerwehr Westtünnen veranstalteten die Kinder im Dietrich-Bonhoeffer-Kindergraten eine Brandübung War das aufregend! Am 30.05.2015 übten Kinder, Eltern und die Mitarbeiterinnen des Kindergartens den Ernstfall. Das Brandsignal ertönte und alle Teilnehmer verließen umgehend über die Fluchtwege das Gebäude. Das bedeutete, auch durchs Fenster! Die Feuerwehr rückte mit allen Einsatzwagen an, verlegten Schläuche und ging auf die Suche nach zwei 'vermissten' Personen'. Elena Pilic und ihre Gruppenleitung Eveline Schmidt wurden mit Fluchthauben aus dem künstlichen Nebel 'gerettet'. Die Zuschauer waren beeindruckt von den Maßnahmen, aber noch viel mehr, wie die Kinder für den, hoffentlich nie eintretenden Ernstfall vorbereitet waren.

 

Ich danke allen für ihre Mühen.
Herzliche Grüße, Anja Paetzold (Leiterin der KiTa)

Mit großer Spannung war das erste, gemeinsame Gemeindefest am Himmelfahrtstag erwartet worden. Statt mehrerer einzelner Feste in den bisherigen Bezirken, sollte dieses Jahr nur ein Fest stattfinden, um das Gemeinsame und das nähere Kennenlernen in den Mittelpunkt zu stellen. Als zentraler Punkt war die evangelische Tagungsstätte Haus Caldenhof ausgewählt worden.

Das Tagesprogramm begann bereits um 10:00 Uhr mit den Treffen der Radfahrer an den drei Gemeindezentren. Von dort fuhren die Gruppen abseits vom Autoverkehr über ruhige und schöne Wege zum ehemaligen Gutshof. Dort sollte pünktlich um 11:00 Uhr der gemeinsame Gottesdienst beginnen. Aber der Andrang war so groß, dass zunächst „mit Anpacken“ gefragt war. Weitere Stühle mussten geholt und die vorhandenen umgestellt werden. Am Ende platzte der große Saal aus allen Nähten.

Die beiden Pfarrer begrüßen zum Beginn des Gottesdienstes die Gemeindemitglieder und erläuterten ihre Pläne. So war eigentlich geplant worden, die Mitglieder aus den verschiedenen Bezirken kräftig durch zu mischen. Das stellte sich aber als unnötig heraus, es saßen auch so schon alle durcheinander.

Unter der Regie von Pfarrer Pothmann und unter den musikalischen Leitungen des Kantors Held, dem Leiter des gemeinsamen Posaunenchors Turwitt und des Chorleiters Granz versuchte sich die Gemeinde am Gesang mit „Rollenverteilung“. Die Gemeinde sang zB den Text, ließ aber die Wörter mit einem „O“ weg. Die Männer sangen die Wörter mit Großbuchstaben und die Frauen die Wörter mit kleinen. Es wurde viel und herzhaft gelacht. Viele hatten so einen lustigen Gottesdienst bisher noch nicht erlebt.

Die Pfarrer strichen die Vielfalt der Gemeinde, aber auch das Gemeinsame heraus.

Nach dem Gottesdienst und dem Mittagessen konnten sich alle Teilnehmer einen von vier Programmpunkten aussuchen. Zwei Gruppen fuhren mit Fahrrädern in die jeweils „neuen“ Bezirke um die Gemeindestätten der „anderen“ kennenzulernen. So fuhren die Westtünner in die Mark und den Hammer Osten, während die Teilnehmer aus der früheren Gemeinde Mark nach Westtünnen fuhren. Eine dritte Gruppe fuhr mit dem Bus, um sich so ebenfalls alle Gemeindezentren anzusehen. Die vierte Gruppe blieb auf Gut Caldenhof, um der Open-Air-Musik des Streichorchesters der Musikschule Oranienburg zu lauschen.

Um 15:00 Uhr fanden sich alle wieder zusammen. Geplant war eigentlich ein gemeinsames Kaffee&Kuchen. Leider hatte sich aber die Mengenkalkulation als viel zu knapp herausgestellt. Beim nächsten Mal werden wir deutlich mehr Gebäck einplanen müssen! Aber alle waren sich einig: Es wird ein nächstes Mal geben. Diese tolle Veranstaltung am Himmelfahrtstag 2015 darf kein einmaliges Ereignis bleiben.

von Rainer Sievers

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Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)

Witz der Woche

»Was meinen Sie«, fragte der Pfarrer die Braut, »soll ich den Spruch auswählen >Wo du hingehst, da will auch ich hingehen<?«

Die Braut wird ganz rot vor Verlegenheit. »Also Herr Pfarrer, ich weiß nicht so recht. Mein zukünftiger Mann ist Briefträger …«