Anton und Cerwinski in Dresden

Ich komme ja außem Kohlenpott, wo die Deutschen halt anders sind. Dat macht schon ihre Sprache aus, jeden Samstag standen im Feuilleton unserer Zeitung die Dönekes von Anton und Cerwinski. Dat habe ich mir nun zu Nutze gemacht, um an alle Akteure ein Dankeschön zu sagen.

Treff ich doch neulich den Cerwinski, sachi: „Mensch, Cerwinski, happich Dich doch bald ein Jahr lang nich gesehen.“

Sachter Cerwinski: „Ja, soon Jahr geht ja auch im Nullkommanix vorbei. Aber, watt gibt et denn Neuet?“

Sachi: „Na, am Montag is ja der Tach der Einheit. Da kommt Angie nach Dresden und stell' dich ma vor, wir sind auch gerade dort. Dat wird schon nen richtiget Palaver. Nun, weiße, wie wa hier gelandet sin? Mitte Kirchengemeinde und mitte Pastörkes, weiße Cerwinski, datt mitte Reisen is ja wirklich gut; oppe nun nach Namibia oder nache USA reist, dat is ganz schön. Aber sonne Reise, wie wir sie machen, dat is dat Schönste im ganzen Jahr. Da is zuerst Pastor Grote. Weiße, der Junge hattes einfach drauf. Er denkt sich Plätze und Stückjes für uns aus, da bisse auß'm Häusken. Gestern war'n wir in der Frauenkirche in einem Konzert – meinze der hat uns dat vorher gesacht? Ich hätte doch sonst für meine Frau die großen Klunker mitgenommen. Dat war die große Überraschung. Dann is da noch unser Petra, die sorgt für uns wie ne Mutter, deckt den Tisch, lässt uns quatschen weiße Cerwinski, dat is natürlich doch wichtig bei sonne Faart un wat meinze, anschließend gab es auch noch Sekt, nur damit alle zufrieden sind.

Dann is da noch unser schlauer Fuchs, Franz von Buchholz. Wat glaubse, watt der alles weiß. Sein Studium hat sich wirklich gelohnt. Weiße, watt der auch noch kann? Seine Hände als Serviette benut- zen. Dat is doch watt, nich?

Und nun Cerwinski, rede ich von dat beste Stück bei unserer Reise. Dat is unser Paul. Du glaubs nich, wattet für nette Menschen gibt auf diese Erde. Stell dir ma vor, er is Pastor. Du, der kann Predigten halten, da staunze nur, dann kann er singen wie Gott selber. Singen is ja sowieso nich nur wat Schönet und wat Praktischet, datte weiß, wenze weiß, watte singst. Dann hatter sich auch noch sonne nette Frau ge- nommen, datt is unser Silvie. Die hat für jeden nen nettet Wort und putzen kannse auch. Den ganzen Bus hatse sauber gesaugt.

Dat Beste von Paul is ja, datter Busfahren kann und wie sachi dir, dat lange Dingen rückwärts einparken kann, dat is schon watt. Der Mann von dat Hanneli hat immer gesacht: „Wer rückwärts einparken kann, is intellijent.“ Nun sieße, dat is unser Paul. Seine Mutter hat immer gefracht: „Junge, wat willste denn nu werden?“ Dann sachte Paul: „Ich werde Sänger.“ Seine Mutter aber sachte: „Dat is doch een brotloser Beruf. Werd lieber watt Anständiget.“ Na, und da isser eben Pastor geworden. Sieße, Cerwinski, nun deshalb lieben wir ihn. Der is nich so göttlich, sondern er tut watt für seine Mitmenschen. Weiße, Cerwinski, wenn die Kirche dann voll is vonner schönen Predigt und Gesang, dann sin se alle glücklich. Nun, wat soll ich dir sag'n, dat is dat Schönste im Leben, wenn deine Mitmenschen glücklich sind.

Deshalb sagen wir an alle, die uns glücklich machen: Herzlichen Dank! Eure Hanneli

von Hanneli Katthage

Seit nunmehr 30 Jahren bietet die Gemeinde im Dietrich-Bonhoeffer-Haus einen Treffpunkt für Seniorinnen und Senioren an. Zweimal im Monat haben hier ältere Gemeindemitglieder die Möglichkeit sich über ihre Themen auszutauschen, gemütlich zusammenzusitzen und gemeinsam etwas zu unternehmen.

Nach der Gründung wurde der Kreis zunächst 25 Jahre von Ingrid Stadali geführt. Vor sechs Jahren übernahm dann Cornelia Löscher die Leitung und seit diesem Jahr hat unsere frühere Presbyterin Christa Thäter das Amt übernommen. Zusammen mit Lydia Grote organisiert sie jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat das Seniorentreffen. Bei Kaffee und Kuchen wird erzählt und anschließend werden ein paar altbekannte Lieder gesungen. Und auch unsere Senioren haben wie viele andere auf der halben Welt erkannt, dass Bingo ein sehr schöner Zeitvertreib sein kann. Man spielt zusammen und hat trotzdem Gelegenheit zu plaudern.

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Neu auf www.kg-mw.de

Der neue Gemeidnebote (März 2019) ist da. Sie können ihn hier herunterladen.

Neuanfang

Ein Neuanfang beginnt mit Sterben,
das Alte muß erst mal vergeh'n,
Ängste türmen sich auf zu Bergen,
rauhe Stürme dir entgegen weh'n.

Ein neuer Traum noch ungeboren,
es herrschen Müßiggang und Pein,
dein langer Weg hat sich verloren,
jeder Neue kann so falsch nicht sein.

Schicksal läßt sich nicht erzwingen,
doch neuer Mut aus Hoffnung keimt,
dem Leben deine Zukunft abzuringen,
damit es sich auf Glück dann reimt.

 

 

Witz der Woche

Ein bekannter Politiker kommt nach seinem Tod überraschenderweise in den Himmel, findet das ruhige, himmlische Leben aber bald langweilig. Er bittet Petrus, ihn doch einen Tag zu beurlauben.

An seinem freien Tag begibt sich der Politiker zu einer Besichtigungstour in die Hölle. Dort sieht der Mann ein rauschendes fest mit Wein, Weeib und Gesang sowie delikaten Speisen in Hülle und Fülle.

Begeistert bittet er den Oberteufel um Asyl. »Aber gerne«, lächelt dieser und winkt sofort zwei Hilfsteufel herbei. Die beiden packen den Politiker und schleppen ihn in ein dunkles Gewölbe, wo er bei glühender Hitze Kohlen in ein großes Feuer schaufeln muss. Lautstark protestierend verlangt der Mann den Oberteufel zu sprechen.

Der aber wischt die Proteste des Politikers belustigt bei Seite. »Also bitte – gerade dir als Politiker hätte doch der gravierende Unterschied bekannt sein müssen, ob einer als Tourist kommt – oder als Asylant!«