An - ge - dacht

Liebe Leserinnen und Leser des Gemeindeboten,

Frohes Fest! Wundern Sie sich über diesen Gruß? Schmeckt er nach Spekulatius im September oder riecht nach Oblatenlebkuchen im Oktober? Ich behaupte: Es gibt eine Verbindung zwischen dem Erntedank-Fest und dem Weihnachts-Fest, die nach Brot duftet. Diese Verbindung beginnt im biblischen Buch Ruth. Zwei arme Frauen kommen in den kleinen Ort Bethlehem (= Haus des Brotes), zur Zeit der Getreideernte. Sie heißen Ruth und Noomi. Vor vielen Jahren war Noomi ausgewandert, mit ihrem Mann und ihren Söhnen. Sie sind alle tot. Aus dem Land Moab hat sie nur ihre Schwiegertochter Ruth mitgebracht. Die Menschen im Dorf fragen: Was soll nun diese Fremde in Bethlehem? Ob sie fremde Sitten oder Götter einschleppt? Kann sie nicht einfach da bleiben, wo sie herkommt? Wer freut sich schon über Ruth? Positiv wird gesehen, dass Ruth sich um die alte Noomi kümmert. Sie sammelt für beide auf den abgeernteten Felder die Ähren, die für die Armen bleiben. So kommt es, dass ihre Geschichte die Erzählung zum Erntedankfest wird.

Und was hat das mit uns zu tun und noch dazu mit Weihnachten? Die Geschichte der fremden Ruth geht weiter. Und zwar als Liebesgeschichte. Der Besitzer des Getreidefeldes heißt Boas. Er ist reich. Boas ist ein entfernter Verwandter von Noomi. Die entwirft einen Plan, in dem Schönheit und Düfte und eine passende Gelegenheit eine wichtige Rolle spielen. Durch klu-gen Einsatz ihrer weiblichen Reize macht Ruth Boas auf sich aufmerksam. Und der spielt mit: Er heiratet Ruth. So werden sie beide Eltern. Und die alte Noomi endlich Großmutter.

Was für ein Happy End! Noch dazu eins mit Fortsetzung. Denn dieses Kind, Obed, wird der Vater von Isai, Isai der Vater von David, dem berühmten König David aus Bethlehem. Durch ihn ist Bethlehem berühmt. Ja, genau dieses Bethlehem, in das Josef und Maria wandern, damit ihr Davidssohn Jesus hier geboren wird (Lukasevangelium Kapitel 2). Ruth ist eine der Vorfahren von Jesus. Ihn besingen wir alle Jahre wieder: „Hosianna, Davids Sohn!“

Was wäre aus dem Volk Israel geworden ohne Ruth, die Fremde in Bethlehem? Das Volk Israel ohne König David und seine Nachkommen ist schwer denkbar! Und was wäre mit uns? Ein Christentum ohne Jesus, den Davidssohn, kann es nicht geben. Erntedank mit Ruth zu feiern und Weihnachten mit ihrem Nachkommen Jesus, das gehört zusammen. Keines dieser Feste geht ohne Fremde. Das lese ich in der Bibel. Denn Ruth steht am Anfang des Matthäusevangeliums (Matthäus 1,5) im Stammbaum Jesu. So sage ich aus ganzem Herzen: Frohes Fest!

Ihre Elisabeth Pakull, Pfarrerin

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