Liebe Leserinnen und Leser

bei einem Gespräch mit einer Schulklasse über Sterbehilfe fragte mich eine der Schülerinnen, ob und warum ich an die Auferstehung glaube. Diese Frage habe ich in meinem Dienst schon oft gestellt bekommen und als Pfarrer ist die Antwort klar: „Ich glaube an die Auferstehung, weil Jesus auferstanden ist. Gott hat mit ihm gezeigt, dass der Tod nicht das Ende ist. Es gibt kein Aus-und-Vorbei.“

Diese Antwort reicht oft nicht, denn die Frage: „Was kommt denn dann nach dem Tod?“, folgt fast immer und dann wird es schwierig. Dann kommt der Himmel, oder dann kommt die Hölle, und davor noch das Gericht und dann erst kommt Gottes Reich. So ist es im Altarraum unsere Kirche abgebildet.

Viele Möglichkeiten gäbe es zu antworten. Meine Lieblingsantwort ist eine Frage: „Was würde sich heute in Deinem Leben ändern, wenn Du es wüsstest?“

Was würde sich in unserem Leben ändern, wenn Auferstehung und Himmelreich uns gewiss wären und nicht ein dauerndes Fragezeichen? Stundenlang könnte ich darüber nachdenken. Aber ich habe erlebt, dass langes Nachdenken, Nachfragen und Diskutieren oft nicht weiter hilft. Deshalb mache ich es gern anders. Ich tue einfach mal so, als ob alles klar wäre:

Wenn ich sterbe, verschwinde ich nicht einfach im Nichts der Zeiten, sondern ich komme zu Gott. Gott will das so, das zeigt er uns durch Jesus.

Und dann, - stelle ich mir vor - dann werde ich ihn fragen, was das alles soll: die Kriege, das Leid und das Unrecht. Und dann werde ich ihn auch fragen, warum er mir gerade dieses Leben als Pfarrer ausgesucht hat und kein anderes. Eigentlich wollte ich doch mal Taxifahrer werden und die Fragen meines Berufslebens hätten dann gelautet: „Sind Sie frei?“ oder „Können Sie mich zum Bahnhof bringen?“

Und dann, - so stelle ich mir vor - werden wir uns unterhalten, Gott und ich. Vielleicht verstehe ich, was er mir dann erklärt: die Schöpfung, die Gerechtigkeit, den Frieden, meine Aufgaben in der Welt, den Sinn und den ganzen Unsinn.

Ich hoffe nur, dass er mich nicht so was fragt wie: „Was hast du am 23.6.1987 gemacht“, oder „Warum hast du nicht selbst etwas mehr für Frieden gesorgt?“. Aber ist ja nur alles angenommen.

So richtig gut gefällt mir die Vorstellung, dass ich mich überhaupt mit Gott unterhalten kann. Und dann nicht nur wie beim Beten, wo ich oft lange auf eine Antwort warten muss und manchmal auch keine bekomme. Schon allein deshalb hoffe ich auf die Auferstehung, und dass Gott mir dann nicht zu viele Fragen stellt, weil er mich ja eigentlich doch schon lange kennt.

Mein Leben verändert sich durch den Glauben an die Auferstehung, ob sich später mein Tod deshalb mal verändern wird, weiß ich nicht. Ich hoffe es eben und das muss mir heute reichen.

Was würden Sie ihn fragen, einst, wenn er sagt: „Hallo, Zeit zur Auferstehung! Alle mal zu mir kommen!“

Eine nachdenkliche Passionszeit und

ein gesegnetes Osterfest

wünscht Ihnen Ihr

Klaus-Martin Pothmann

 

 

Meldungen aus unserer Kirchengemeinde

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Werkstattgottesdienst am Gründonnerstag

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Pfingsten

Die Zunge ist eines der biblisches Symbole für den Heiligen Geist.

Als sich die Jünger Jesu nach dessen Himmelfahrt in Jerusalem versammeln, hören sie ein merkwürdiges himmlisches Brausen. Daraufhin setzt sich auf jeden der Jünger eine von Feuer zerteilte Zunge. Der Heilige Geist erfüllt die Gläubigen; sie beginnen, in für sie fremden Sprachen zu predigen. Diese Sprache verstehen sogar die umstehenden Ausländer – Perser, Meder, Römer, Ägypter.

Petrus erklärt ihnen, dass dieses Pfingstwunder schon Jahrhunderte zuvor vom Propheten Joel angekündigt wurde: »Es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch.«

Witz der Woche

 

Während des Pfingstgottesdienstes erklärt der Pfarrer der Gemeinde:

»Leider kann heute unser Kirchenchor nicht für uns singen. Daher werde ich selbst ein Lied anstimmen und anschließend wird die gesamte Kirche einfallen.«